Migrations­­geschichte(n)

Politische Partizipation

Rassismus

Bildung

Werte­wandel

Grenzenlos leben

Netzwerke

Kulturelle Vielfalt

60 Jahre Merhaba

 

Seit 60 Jahren sagen Türkeistämmige und Deutschland einander „Merhaba“ – was kurzum „Guten Tag, Herzlich willkommen“ heißt. Deshalb haben wir unser Projekt zum Jubiläum des Anwerbeabkommens vom 30. Oktober 1961 „60 Jahre Merhaba“ betitelt. „Merhaba“ steht für den Prozess des Heimisch-Werdens wie auch für die Veränderungen, die die Eingewanderten und ihre Nachfolgegenrationen wie auch Deutschland insgesamt vollzogen haben.

60 Jahre türkische Migration in Deutschland

Heute leben über 2,8 Mio. Menschen mit familiären Wurzeln aus der Türkei in Deutschland, wovon rund 1,5 Mio. in Deutschland geboren sind. Die Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) begleitet seit 1985 ihren Migrations- und Integrationsprozess. Seit 2019 führt die Stiftung mit Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung eine Dialogreihe zur Förderung der demokratischen Diskurskultur für Türkeistämmige in sieben NRW-Städten durch. Soweit die Corona-Situation dies zuließ, haben sich daraus lokale Dialog- und Werkstattprozesse entwickelt.

News

Hier werden Sie demnächst aktuelle Beiträge im Rahmen von 60 Jahre Merhaba finden.

Jetzt haben Sie die Wahl!

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Fünf Wochen lang haben wir gemeinsam mit der TGD (Türkische Gemeinde in Deutschland) jeweils montags Kanzler- und Spitzenkandidat:innen zur Bundestagswahl zu Wort kommen lassen.

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Sympo­sium

Hier werden Sie demnächst interessante Beiträge im Rahmen von 60 Jahre Merhaba finden.

Unsere Themen

Die Themen unseres Projektes wurden im engen Austausch mit Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte entwickelt.

Migrationsgeschichte(n)

Selbst erlebte Migration und die Migrationsgeschichte der Familie sind bedeutsam für die eigene Identität. Dabei sind „offizielle“ Geschichtsschreibung“ und eigene Migrationsgeschichte(n) nicht deckungsgleich; Akzentsetzungen unterscheiden sich, individuelle Erfahrungen und Deutungen können teils erheblich von dem abweichen, was allgemein als erinnernswert und wichtig definiert wird. Im Projekt sollen solche Spannungsfelder kenntlich werden.

Politische Partizipation

Indem rund die Hälfte der Türkeistämmigen in Deutschland heute die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, ist ein erheblicher Teil vollumfänglich mit politischen Partizipationsrechten ausgestattet, wobei dieser Anteil weiter anwachsen wird. Dessen ungeachtet stellt sich weiterhin die Frage nach der politischen Interessenvertretung derjenigen, die in Deutschland nicht über das aktive und passive Wahlrecht verfügen und danach, wie sie nicht Objekte, sondern Subjekte politischer Entscheidungen sein und am politischen Prozess beteiligt werden können. …

Rassismus

Die generelle Ablehnung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft ist eine beträchtliche Hürde für die gesellschaftliche Integration, die die Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte nicht aus eigener Kraft aus dem Weg räumen können. Und auch, wenn ungeachtet von Rassismuserfahrungen  Türkeistämmige ihren adäquaten Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden haben und „objektiv“ integriert sind, gehören Rassismuserfahrungen für sie noch immer zum Alltag. …

Bildung

Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Integration; ein chancengerechtes Bildungssystem ist die beste Voraussetzung für Chancengerechtigkeit im späteren Leben von Eingewanderten. Noch immer ist die Bildungsbilanz auch in den Nachfolgegenerationen der „Gastarbeiter“ trotz eines  erheblichen Aufholprozesses im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung in Deutschland defizitär, und dies trotz einer mit der Migration regelmäßig einhergehenden, besonders ausgeprägten Bildungsorientierung. …

Wertewandel

Der gesellschaftliche Wertewandel der letzten Jahrzehnte ist durch Individualisierung und eine  erhebliche Ausdifferenzierung von Einstellungen und Lebensstilen gekennzeichnet. Eine „Übernahme von Werten der Aufnahmegesellschaft“ wird so immer mehr zu einer Leerformel, die nicht sinnvoll zu füllen ist. Menschen mit Migrationsgeschichte beschleunigen diese Ausdifferenzierung hin zu einer  superdiversen Gesellschaft zusätzlich, indem sie grenzüberschreitende Identitäten einbringen und damit einhergehend eigene Traditionen, aber auch die Auseinandersetzung mit diesen Traditionen. …

Grenzenlos leben

Migration und Integration sind immer weniger in rein nationalstaatlichen Kategorien fassbar. Lebensräume überspannen heute Staatengrenzen, und so ist es auch mit Blick auf die türkische Migration nach Deutschland der Fall. Trotz verschlechterter bilateraler Beziehungen angesichts der politischen Entwicklungen in der Türkei besteht nach wie vor ein grenzüberschreitender deutsch-türkischer Raum, in dem Menschen reisen, sich vernetzen und über Medien regelmäßig agieren, sich informieren und organisieren. …

Netzwerke

Die Beteiligung am Arbeits- und Wirtschaftsleben ist nicht nur vom Bildungserfolg abhängig, sondern auch von den Netzwerken der Türkeistämmigen und ihrem sozialen Alltag. Erfolgreiche gesellschaftliche Platzierung erfordert Informationen, Kontakte und Verbindlichkeit, und hier besteht Nachholbedarf gegenüber „Alteingesessenen“, insbesondere was Frauen mit türkischer Migrationsgeschichte anbelangt. Zum Teil entstehen auch neue Netzwerke und Möglichkeiten etwa im Rahmen der zahlreichen Unternehmensgründungen aus der Gruppe der Türkeistämmigen. …

Kulturelle Vielfalt

Die kulturelle Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft wirft die Frage nach der öffentlichen Repräsentation dieser Vielfalt auf. In diesem Zusammenhang fragt das Projekt, wie jenseits der Schaffung zusätzlicher Räume und Angebote und der Unterstützung von Angeboten von und für Migrant*innen neue und bestehende Angebote zu einem „Kulturaustausch“ beitragen können, also möglichst viele Menschen herkunftsunabhängig für sich interessieren können.

Veranstal­tungen

Hier werden Sie demnächst interessante Veranstaltungen im Rahmen von 60 Jahre Merhaba finden.

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