Werte­wandel

Gemeinsame Werte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der gesellschaftliche Wertewandel der letzten Jahrzehnte ist durch Individualisierung und eine  erhebliche Ausdifferenzierung von Einstellungen und Lebensstilen gekennzeichnet. Eine „Übernahme von Werten der Aufnahmegesellschaft“ wird so immer mehr zu einer Leerformel, die nicht sinnvoll zu füllen ist. Menschen mit Migrationsgeschichte beschleunigen diese Ausdifferenzierung hin zu einer  superdiversen Gesellschaft zusätzlich, indem sie grenzüberschreitende Identitäten einbringen und damit einhergehend eigene Traditionen, aber auch die Auseinandersetzung mit diesen Traditionen. Dabei kann eine solche Auseinandersetzung innerhalb der Gruppe der Türkeistämmigen selbst (besonders zwischen den Generationen), aber auch darüber hinaus stattfinden und zu Konflikten führen.

Obwohl eine vieldiskutierte deutsche „Leitkultur“ dem Projekt weder realistisch noch erstrebenswert erscheint, begreift es die Auseinandersetzung über gemeinsame Werte aber als unerlässlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und leistet daher einen Beitrag hierzu.

Unsere Projekte, Veranstaltungen und Geschichten

Ismail Alacayir: „Ich habe mich bemüht, gutes Deutsch zu lernen.“

Ismail Alacayir: „Ich habe mich bemüht, gutes Deutsch zu lernen.“

Die Schwerstarbeit seines Vaters, dessen vom Holzfällen geschundene Hände, hatten den heute 69-jährigen Ismail Alacayir im Alter von 16 Jahren dazu bewegt, etwas zu unternehmen: Er wollte seinem Vater helfen, indem auch er Geld verdient. Auf der ursprünglichen Suche nach einem Aushilfsjob in der Türkei hat es ihn schließlich nach Deutschland verschlagen.

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